Untertitelung

Unsere Titelmaschinen sind ein Kraftpaket aus eigenem Entwicklungs-Know-how. Sie bestehen aus optischen, mechanischen, elektrischen und Software-Komponenten. Die Bedienung erfolgt über eine Standard-PC-Tastatur und einen Bildschirm.

Für jede Titelmaschine stehen Auf- und Abwickeleinheiten zur Verfügung, die einen kompletten Kinofilm aufnehmen können. Sobald ein Film fertig getitelt ist, schaltet die Maschine in einen energiesparenden, umweltfreundlichen Bereitschaftsmodus.

Wie bereits beim Spotting beschrieben, müssen für 1 Sekunde Darstellung genau 24 Bilder getitelt werden. Die Schrifthöhe auf dem 35mm-Bild beträgt ca. 1/10 mm! Durch die enorme Vergrösserung im Kino wird der Titel entsprechend lesbar dargestellt. Enorme Genauigkeit und Reproduzierbarkeit sind ein wesentlicher Bestandteil der Titelmaschine. Jeder kleine Fehler in einem Buchstaben oder in der Positionierung würde unweigerlich Zittern, Schwimmen und Flimmern auf der Leinwand verursachen und die Lesbarkeit stark beeinträchtigen.

Diese enorme Genauigkeit erfordert auch Zeit. Unsere Maschinen verarbeiten ca. 150 Untertitel pro Stunde. Bei einem Kinofilm mit 1500 Untertiteln sind das ca. 10 Stunden pro Kopie. Untertitelung ist kein Prozess, der auf Knopfdruck in Sekunden erledigt ist.

Mit dem Laser wird die Farbschicht vom Trägermaterial weggebrannt. Durch die präzise Fokussierung entstehen scharfe und sehr genaue Buchstaben. Licht kann nur durch Spiegel abgelenkt werden. Unsere Software steuert einen X- und Y-Spiegel so präzise, dass daraus Buchstaben entstehen. Der Filmtransport sowie die Positionierung des Films erfolgen wie im Kino mit einer sehr präzisen Malteserkreuz-Technik.

Die Untertitelung birgt auch Probleme: Bei sehr hellen Filmausschnitten — zum Beispiel Aufnahmen im Schnee — ist praktisch keine Farbschicht vorhanden (Weiss). Der Laser kann dort nichts wegbrennen, und der Untertitel ist auf der Leinwand nicht oder nur teilweise lesbar. Der Untertitel kann weder nachgezeichnet noch nachgefärbt werden. Neue Polyestermaterialien lassen sich zudem nur schwer mit dem Laser bearbeiten, was zu grauen, unruhigen Titeln führen kann. Nur mit den neuen digitalen Projektoren und integrierten Textprozessoren lässt sich ein schwarzer Rand um die Buchstaben erzeugen.

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